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Denken wir daran was Gott uns Gutes getan hat

Es gibt einen Witz, der erzählt, wie Sherlock Holmes und Dr. Watson gemeinsam zelten gehen.

Mitten in der Nacht weckte Holmes Watson auf: „Was siehst du, Watson?“ Er antwortete: „Ich sehe Sterne am Himmel.“ Holmes fragte: „Undwas folgerstdudaraus?“Watsonerwiderte: „Dass es im Universumviele Planeten und sicherlich intelligentes Leben gibt. Die Sterne sagen mir auch, wo Norden ist und dass das schöne Wetter noch ein paar Tage anhält. “Daraufhin antwortete Holmes: „Blödsinn, Watson. Man hat uns gerade das Zelt geklaut.“ Watson hat in diesem Moment das eine Ding verpasst zu sehen, was eigentlich am naheliegendsten war. Nun mögen wir über diesen Witz lachen, aber in ganz ähnlicher Weise wie Watson verhalten wir uns immer wieder.

Wir sehen in unserem Leben all das, was wir schaffen oder nicht schaffen; was uns gelingt oder nicht gelingt. Wir sehen unsere Arbeit und unser tägliches Auskommen. Wir sehen, was andere um uns herum alles tun und aufbauen. Aberwenn dies alles ist, was wir sehen, dann übersehen wir – wie Watson – das, was am naheliegendsten ist: Die TatenGottes, unseres Herrn, unter uns. Dies ist natürlich nichts Neues. Zur Zeit Noahs dachten die Menschen, dass sie ganz gut ohne Gott auskommen können. Später versuchten die Menschen einen Turmzu bauen, der bis in denHimmel reichte. Sie vergaßen darüber, dass nur einer im Himmel ist: Der ewige Gott. Als dieKinder Israels im Alten Testament vor dem gelobten Land standen, um es einzunehmen, sprach Gott zu ihnen. Er erinnerte sie daran, dass sie nicht vergessen sollen. Dass sie daran denken sollen,wer sie aus der Knechtschaft in Ägypten, durch die Zeit der Wüstenwanderung hindurch und nun in das verheißene Land gebracht hatte.

Auch wir brauchen es, immer wieder erinnert zuwerden, dass wir das an sich naheliegende nicht vergessen. Eigentlich sollte es selbstverständlich sein, dass wir nicht vergessen, was Gott auch uns getan hat. Dabei geht es nicht nur um die Dinge des ersten Glaubensartikels, sondern auch um die Gaben des zweiten Artikels: Dass Gott selbst seinen Sohn in den Tod gegeben hat, damit wir in ihm das Leben haben. Ja, eigentlich sollte es selbstverständlich sein, dasswir dieses nicht vergessen. Und doch tunwir es immer wieder. Und mit uns jede Generation aufs Neue. Wir allein sind nicht verantwortlich für unsere Generation. Aber wir tragen Verantwortung für unsere Familien und uns selbst.

Denken wir daran – vergessen wir nicht – was Gott uns Gutes getan hat: Dass er uns mit allen Kreaturen geschaffen hat, uns Leib und Seele, Augen, Ohren, usw. gegeben hat und noch erhält; dass er uns täglich versorgt, behütet und bewahrt; dass er vor allem aber um Christi Willen unsere Sünde vergibt und alle Gebrechen heilt; dass er uns um Christi Willen damit ein ewiges Leben schenkt!

Pastor Michael Ahlers