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Wer wird uns Gutes sehen lassen?

Viele sagen: „Wer wird uns Gutes sehen lassen?“ HERR, lass leuchten über uns das Licht deines Antlitzes! Ps 4,7

Das gab es also damals auch schon – die Hoffnungslosigkeit. Das Gefühl, dass es um uns dunkel geworden ist, dass man in der Dunkelheit leben muss, dass kein Hoffnungsstrahl mehr eindringt, dass kein Arzt mehr die Krankheit heilen, keine Regierungsangestellten das Chaos mehr aufhalten, kein Mensch mehr die Tage erhellen und keine gute Nachricht mehr das graueGefühl der Sinnlosigkeit vertreiben kann. Damit kämpften also schon die Menschen zur Zeit Davids – d.h. vor über 3.000 Jahren.

Ihr Lieben, wenn uns dieses Gefühl heute überkommt, dann ist das also nichts Neues. Ob das es für uns leichter macht? Ich glaube nicht. Wenn Menschen schon so lange die gleichen Probleme haben wie wir, wie sollen sie denn für uns gelöst werden? Und doch sind die Probleme der Kinder Gottes vergangener Zeiten alle gelöst worden. Und doch gibt uns dieses Psalmwort etwas ganz Wunderbares mit. Es steht in der Bibel, nicht, weil wir Menschen uns doch nur alle im gleichen Sumpf befinden, sondern weil Gottes Kinder schon seit über 3.000 Jahren erfahren durften, dass Gott der Herr dieses Gebet erhört, dass er nicht tatenlos herumsitzt, während seine Kinder leiden, sondern zu ihnen kommt und ihnen beisteht.

Viele fragen in diesen Zeiten der Unsicherheit und des langen Lockdowns: Wer wird uns Gutes sehen lassen? Wer kann unsere Lage zum Positiven wenden? Mit der Kirche aller Zeiten wenden wir diese Unsicherheit und unsere Fragen an den Herrn, der Himmel und Erde gemacht hat, an den Herrn, der dieseWeltund unsere Zeit in seinenHändenhält –und uns jeden Tag neue Hoffnungsperspektiven gibt. Er wird uns Gutes sehen lassen.

„HERR,lass leuchten über uns das Licht deines Antlitzes!“ Bete diesesGebet, lieber Christ, wenn deine Lage dir hoffnungslos erscheint. Und freue dich und tröste dich daran, dass der Herr dieses Gebet schon erhört hat und dir deine Bitte nicht versagen wird. Denn er hat das Licht seines Antlitzes, seines Gesichtes, über uns leuchten lassen. Es ist Jesus Christus selbst, der das Licht der Welt ist. Gott der Herr lässt dir dieses Licht in deine Welt, in deine dunklen Tage und Nächte leuchten.Woer ist, ist Hoffnung, wo er ist, ist Licht. Und mit dem Licht seines Sohnes spendet Gott sich selbst mit seinem Segen.

Harre, meine Seele, harre des Herrn!
Alles ihm befehle, hilft er doch so gern.
Wenn alles bricht, Gott verlässt uns nicht;
größer als der Helfer ist die Not ja nicht.
Ewige Treue, Retter in Not,
rett auch unsre Seele, du treuer Gott.

Euer Pastor Böhmer