ORDNUNG DER CHRISTUSGEMEINDE KIRCHDORF

1 Name der Gemeinde
Der Name der Gemeinde (die bisher als die Lutherische Kirche Kirchdorf bekannt war, ist jetzt folgender: „DIE CHRISTUSGEMEINDE KIRCHDORF, NATAL, EINE GEMEINDE DER FREIEN EVANGELISCH-LUTHERISCHEN SYNODE IN SÜDAFRIKA“.
2 Grundlage
2.1 Lehre und Bekenntnis
Die Gemeinde steht auf dem Grund der Heiligen Schrift Alten und Neuen Testaments, dem vom Heiligen Geist eingegebenen Wort Gottes, als der alleinigen Quelle und Richtschnur des Glaubens und der Lehre.
2.1.1 Als richtige und verbindliche Auslegung der Heiligen Schrift auf den Namen des Dreieinigen Gottes zu taufen und durch Wort und Sakrament im rechten Glauben zu erhalten.
2.2.2 Die Gemeinde hat dementsprechend insbesondere die Aufgabe, im Zusammenwirken aller ihrer Glieder unter der Leitung des Pastors und des Kirchenvorstandes dafür zu sorgen, dass in ihrer Mitte Gottes Wort lauter und rein verkündigt und die Sakramente ihrer Einsetzung gemäß verwaltet werden, die kirchliche Unterweisung zu fördern, den Dienst der christlichen Liebe zu üben und missionarische Möglichkeiten zu erwägen und wahrzunehmen.
2.3 Zuordnung der Gemeinde zur Synode
Die Christusgemeinde Kirchdorf ist eine selbständige Gemeinde der Freien Ev.- Luth. Synode in Südafrika (FELSISA) und unterstellt sich deren Kirchen- und Synodalordnung.
3 Gemeindegliedschaft
3.1 Gliedschaft in der Gemeinde
Nur Christen, die sich zu der Grundlage der Gemeinde bekennen, können ihr angehören.
3.2 Aufnahme
3.2.1 Die Aufnahme in die Gemeinde von Gliedern aus anderen Gemeinden der FELSISA oder aus anderen evangelisch-lutherischen Kirchen, die mit der FELSISA in Kirchengemeinschaft stehen, erfolgt durch die ordnungsgemäße Überweisung. Die Aufnahme in die Gemeinde wird im Gottesdienst  abgekündigt und erfolgt durch die Teilnahme am heiligen Abendmahl.
3.2.2 Glieder anderer Kirchen ebenso wie Personen, die keiner christlichen Kirche angehören, werden nach Bitte um Aufnahme, wenn nötig, in der Lehre der Ev.-Luth. Kirche unterrichtet. Ihre Absicht, sich der Gemeinde anzuschließen, wird im Gottesdienst abgekündigt. Wenn kein Einwand  innerhalb von zwei Wochen erhoben wird, erfolgt die Aufnahme durch die Teilnahme am heiligen Abendmahl.
3.2.3 Verpflichtung
Durch die Gliedschaft wissen sich die Gemeindeglieder verpflichtet zur regelmäßigen Teilnahme an den Gottesdiensten und am heiligen Abendmahl; # zur Teilnahme an dem missionarischen Auftrag der Kirche Jesu Christi; # zur regelmäßigen Teilnahme der Kinder an dem christlichen Unterricht in der Gemeinde; # zu regelmäßigen Spenden und Gaben an die Gemeinde, Synode und Mission; # zur Teilnahme und Mitarbeit an den Aktivitäten der Gemeinde; # zur Anerkennung dieser Gemeindeordnung.
3.2.4 Die Rechte eines Gemeindegliedes können bei Vorliegen eines Anlasses für die Handhabung brüderlicher Zucht ganz oder teilweise aufgehoben werden. Das Nähere über die Handhabung der Zucht in der Gemeinde regelt die Kirchen- und Synodalordnung der FELSISA.
3.3 Beendigung der Gliedschaft
3.3.1 Die Gliedschaft wird beendet durch:
Überweisung in eine andere Gemeinde der FELSISA oder eine mit uns in Kirchengemeinschaft stehende ev.-luth. Kirche; Austritt aus der Gemeinde. Will ein Glied aus der Gemeinde austreten, so muss es sich persönlich beim Pastor melden. Der Austritt wird gültig durch eine schriftliche Bestätigung  von Seiten der Gemeinde. Selbstausschluss. Nimmt ein Glied zwei Jahre nicht entweder an den Gottesdiensten oder am heiligen Abendmahl teil, schließt es sich damit selber von der Gemeinde aus.
3.3.2 Mit der Beendigung der Gliedschaft enden alle Rechte und Pflichten eines Gemeindegliedes gegenüber der Gemeinde. Rechte und Pflichten aus Rechtsgeschäften bleiben unberührt.
4 Organe der Gemeinde
Die Organe der Gemeinde sind der Kirchenvorstand und die Gemeindeversammlung.
4.1 Der Kirchenvorstand
Dem Kirchenvorstand gehören an: Der zum Dienst an der Gemeinde berufene Pastor und die von der Gemeindeversammlung gewählten Kirchenvorsteher.
4.2 Der Pastor
4.2.1 Bei der Berufung eines Pastors handelt die Gemeinde nach der Kirchen- und Synodalordnung der FELSISA.
4.2.2 Dem Pastor, als dem Träger des geistlichen Amts, obliegt seiner Berufung gemäß der Dienst an Wort und Sakrament und damit die geistliche Führung der Gemeinde.
4.2.3 Das Dienstrecht des Pastors ist durch die Kirchen- und Synodalordnung der FELSISA geregelt.
4.3 Die Kirchenvorsteher
4.3.1 Wahl der Kirchenvorsteher
# Als Kirchenvorsteher ist wählbar wer in der Gemeinde das Wahlrecht hat, volljährig ist, sich im Lebenswandel als treuer Christ erweist und die kirchliche Stellung der Synode zu vertreten willens und fähig ist.
# Die Wahl der Kirchenvorsteher erfolgt auf der allgemeinen Jahresversammlung. Alle zwei Jahre werden jeweils die Hälfte der Vorsteher für vier Jahre gewählt. Vorsteher, deren Amtszeit abgelaufen ist, können wiedergewählt werden.
# Die Wahl erfolgt in geheimer Abstimmung. Sie geschieht in zwei Wahlgängen. Der erste Wahlgang gilt als Vorschlagswahl. Bei ihr sind brieflich abgegebene Stimmen zulässig.
# Die drei Namen mit den meisten Stimmen bleiben für die Stichwahl. Als Kirchenvorsteher sind die Personen mit den beiden höchsten Stimmanteilen gewählt.
4.3.2 Anzahl, Einführung und Amtszeit der Kirchenvorsteher
# Die Gemeinde hat vier Kirchenvorsteher.
# Kirchenvorsteher werden in einem Gottesdienst in ihr Amt eingeführt.
# Die Amtszeit eines Kirchenvorstehers endet bei der Einführung des Nachfolgers. Das Amt des Kirchenvorstehers ist ein Ehrenamt. Ein Kirchenvorsteher kann zu jeder Zeit aus genügenden Gründen sein Amt niederlegen, wie auch umgekehrt, zur Niederlegung seines Amtes aufgefordert oder desselben entsetzt werden. Maßgebend dafür ist die Kirchen- und Synodalordnung der FELSISA. 4.3.3 Amtspflichten des Kirchenvorstehers
# Als Gehilfe des Pastors hat der Kirchenvorsteher die
Aufgabe darüber zu wachen, dass der Gemeinde die
lautere Verkündigung des Evangeliums erhalten bleibt,
dass sie in gottesfürchtigem Wandel lebt, und dass
christliche und kirchliche Sitte in ihrer Mitte
aufrechterhalten wird.
# Der Kirchenvorsteher hat sich der Angefochtenen und
Gefährdeten, der Armen und Kranken, der Witwen und
Waisen mit Rat und Tat in Demut und Treue anzunehmen.
# Der Kirchenvorsteher hat bei allen kirchlichen
Angelegenheiten mit zu beraten.
# Der Kirchenvorsteher hat über die Angelegenheiten, die
ihm in seinem Amt bekannt geworden sind, und deren
Geheimhaltung ihrer Natur nach erforderlich oder
besonders angeordnet sind, Verschwiegenheit zu
bewahren, auch nach Ablauf seiner Amtszeit.
# Als Verwalter des Gemeindevermögens und aller
Kassenangelegenheiten ist der Kirchenvorsteher dafür
verantwortlich, dass die Gemeindeglieder auf diesem
Gebiet ihren Pflichten sowohl der Gemeinde als auch der
Synode gegenüber nachkommen.

4.4 Aufgaben des Kirchenvorstandes
4.4.1 Der Kirchenvorstand steht im Dienst der Gemeinde und
leitet sie.
Neben den oben genannten Pflichten des Pastors (4.2.2)
und des Kirchenvorstehers (4.3.3) hat der Kirchenvorstand
vor allem:
# Dafür zu sorgen, dass Beschlüsse der
Gemeindeversammlungen durchgeführt werden;
# die Arbeit der verschiedenen Komitees und
Einrichtungen der Gemeinde zu unterstützen und
insbesondere die Jugendarbeit und den Dienst der Chöre
zu fördern;
# dafür zu sorgen, dass Streitigkeiten in der Gemeinde
rechtzeitig und in brüderlicher Weise beigelegt werden;
# im Rahmen der Ordnungen der Gemeinde über den
Gebrauch der kirchlichen Gebäude zu entscheiden;
# das Gemeindevermögen zu verwalten;
# alle weiteren Ordnungen und Anweisungen der
Gemeinde auszulegen. Er hat das Recht in
Ausnahmefällen Entscheidungen zu treffen.
# die Gemeinde nach außen zu vertreten.
Der Kirchenvorstand kann einzelne Vorsteher oder
Gemeindeglieder mit besonderen Aufgaben betreuen.
Von allen Kirchenvorstehern wird erwartet, dass sie an den
Synodalversammlungen teilnehmen.
4.4.2 Treuhänder
Die Kirchenvorsteher sind die Treuhänder (Trustees) der
Gemeinde.
4.4.3 Vorsitz im Kirchenvorstand
Der Pastor ist Vorsitzender des Kirchenvorstandes. In
seiner unvermeidlichen Abwesenheit wird ein Vorsitzender
durch die an der Versammlung Beteiligten gewählt.
4.4.4 Einberufung der Kirchenvorstandssitzungen
Der Vorsitzende beruft den Kirchenvorstand in der Regel
monatlich einmal
gelten die Bekenntnisse der Evangelisch-Lutherischen
Kirche, nämlich: Die drei Hauptsymbole der christlichen
Kirche (das Apostolische, Nicänische und Athanasianische
Glaubensbekenntnis), die ungeänderte Augsburgische
Konfession und deren Apologie, die Schmalkaldischen
Artikel, der Große und der Kleine Katechismus Dr. Martin
Luthers und die Konkordienformel.
2.1.2 Die Gemeinde nimmt die Lüneburger Kirchenordnung an,
das heißt, alles darin Enthaltene, welches auf der heiligen
Schrift begründet und als Ordnung in unsere Gemeinde
eingeführt ist; sonst soweit sie für unsere Verhältnisse
passt.
2.2 Dienst und Auftrag der Gemeinde
2.2.1 Der Dienst der Gemeinde ist bestimmt durch den Auftrag
Jesu Christi, alle Völker zu Jüngern Jesu zu machen, sie 4.4.5 Teilnahme an Kirchenvorstandssitzungen
Die Sitzungen sind nicht öffentlich.
Der Kirchenvorstand kann zur Beratung ohne Stimmrecht
hinzuziehen:
# Kirchliche Mitarbeiter in Angelegenheiten ihres
Aufgabenbereichs;
# Personen, deren Teilnahme zweckdienlich erscheint.
4.4.6 Schweigepflicht
Für alle an den Beratungen des Kirchenvorstands
teilnehmenden Personen gilt dieselbe Schweigepflicht wie
für die Kirchenvorsteher, es sei denn, dass ausdrücklich
eine andere Abmachung getroffen wird.
4.4.7 Beschlussfähigkeit und Beschlussfassung
Der Kirchenvorstand ist beschlussfähig, wenn alle Glieder
zur Sitzung eingeladen wurden und mindestens drei
Glieder anwesend sind.
Beschlüsse werden mit einfacher Stimmenmehrheit
gefasst. Bei Stimmengleichheit entscheidet die Stimme
des Vorsitzenden.
4.4.8 Protokoll
Über die Sitzungen des Kirchenvorstandes wird ein
Protokoll geführt, das anzunehmen und vom Vorsitzenden
und Protokollführer zu unterschreiben ist.

5 Die Gemeindeversammlung
5.1 Leitung
Der Pastor ist Vorsitzender der Gemeindeversammlung. In
seiner unvermeidlichen Abwesenheit wählt der
Kirchenvorstand einen Vorsitzenden.
5.2 Zusammensetzung
5.2.1 Stimmberechtigung
Folgende Gemeindeglieder sind bei allen
Gemeindeversammlungen stimmberechtigt:
Männer, die das 21. Lebensjahr vollendet haben und zum
Altarsakrament zugelassen sind, haben volles Stimmrecht.
Männer von 18 bis 21 Jahren haben Stimmrecht außer in Sachen, die sich auf das Gemeindeeigentum, bewegliches
oder unbewegliches, beziehen.
5.2.2 Teilnahme
Konfirmierte männliche Glieder können an den
Gemeindeversammlungen teilnehmen.
Der Kirchenvorstand kann Gäste zur Teilnahme an den
Gemeindeversammlungen einladen. Sie können an den
Verhandlungen teilnehmen, haben aber kein Stimmrecht.
5.3 Einberufung
5.3.1 Die Gemeindeversammlung tritt mindestens einmal im
Jahr zu einer Jahreshauptversammlung zusammen.
Weitere Versammlungen können nach Bedarf einberufen
werden.
5.3.2 Eine Gemeindeversammlung kann zu irgendeiner Zeit
durch den Vorsitzenden einberufen werden. Sie muss
ferner einberufen werden, wenn der Kirchenvorstand es für
erforderlich hält, oder auf schriftlichen Antrag von
mindestens zehn stimmberechtigten Gemeindegliedern.
5.3.3 Alle Gemeindeversammlungen werden durch den
Vorsitzenden einberufen durch Abkündigung während des
öffentlichen Gottesdienstes an zwei aufeinanderfolgenden
Sonntagen.
5.4 Anträge
5.4.1 Anträge zu den Gemeindeversammlungen müssen
schriftlich und mit Begründung bis zu dem bei der
Einberufung genannten Termin beim Kirchenvorstand
eingereicht werden.
5.4.2 Alle Anträge werden spätestens am Sonntag vor der
Versammlung bekannt gemacht.
5.4.3 Später eingehende Anträge können unter dem
Tagesordnungspunkt „Verschiedenes“ als „Diverse
Anträge“ behandelt werden. Solche Anträge müssen bei
Beginn der Versammlung genannt werden. Sie treten,
wenn angenommen, 14 Tage danach in Kraft, falls der Kirchenvorstand oder fünf stimmberechtigte Glieder keinen
Einspruch erhoben haben.
5.4.4 Der Kirchenvorstand hat darauf zu achten, dass die
Anträge sachlich sind. Bei unsachlichen Anträgen hat er
sich mit dem Antragsteller in Verbindung zu setzen, damit
der Antrag geändert oder zurückgezogen wird.
Anträge als Beschwerden über einzelne Personen sind
nicht zugelassen.
5.5 Ordnung
Wer sich auf einer Gemeindeversammlung ungebührlich
beträgt, wird vom Vorsitzen- den zur Ordnung gerufen.
Leistet er nicht Folge, so hat er die Versammlung zu
verlassen und verliert für die betreffende Versammlung
sein Stimmrecht.
5.6 Beschlussfähigkeit und Beschlussfassung
5.6.1 Die Gemeindeversammlung ist beschlussfähig, wenn sie
ordnungsgemäß einberufen und wenigstens 15
stimmberechtigte Glieder erschienen sind. Muss wegen
ungenügender Zahl eine zweite Versammlung einberufen
werden, so sind die dann Erschienenen beschlussfähig.
5.6.2 Die Gemeindeversammlung fasst ihre Beschlüsse, soweit
es in dieser Ordnung nicht anders bestimmt ist, mit
einfacher Stimmenmehrheit. Bei Stimmengleichheit gilt ein
Antrag als abgelehnt.
5.7 Abstimmung und Wahlen
5.7.1 Abstimmungen erfolgen in der Regel offen mit
Handzeichen. Sie erfolgen geheim, wenn die Ordnung es
vorschreibt, der Kirchenvorstand es vorschlägt oder die
Versammlung dies beschließt.
5.7.2 Wahlen erfolgen in der Regel in geheimer Abstimmung.
Sie können in offener Abstimmung vorgenommen werden,
wenn nur die benötigte Anzahl von Kandidaten
vorgeschlagen wird oder die Kandidaten bei der Wahl nicht
zugegen sind.

5.8 Protokoll der Versammlungen
5.8.1 Die Jahreshauptversammlung wählt einen Protokollführer
der über jede Gemeindeversammlung ein Protokoll
anfertigt. Sollte der Protokollführer an späteren
Versammlungen nicht zugegen sein, wählt die
Versammlung einen Ersatz-Protokollführer für die
Versammlung.
5.8.2 Das Protokoll muss als zutreffende Wiedergabe der
Verhandlungen angenommen und vom Vorsitzenden und
dem Protokollführer unterschrieben werden.
5.9 Vertretung bei der Synodalversammlung
Die Gemeindeversammlung wählt Gemeindevertreter und
einen Stellvertreter für zwei Synodalperioden (vier Jahre).
Wiederwahl ist möglich. Der Gemeindevertreter hat die
Gemeinde bei den Synodalversammlungen zu vertreten.
5.10 Komitees und Ausschüsse
5.10.1 Die Gemeindeversammlung kann für bestimmte
Angelegenheiten oder Aufgabenbereiche Komitees bilden
und Glieder in Ämtern anstellen. Sie kann auch den
Kirchenvorstand mit deren Bildung beauftragen.
5.10.2 Alle Komitees bzw. Amtsträger sind der Gemeinde verantwortlich. Auf der Jahreshauptversammlung erstatten sie über ihre Tätigkeit Bericht.