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Lebensweg von Johannes Daniel Falk

„O, du fröhliche …“ heißt das wohl bekannteste Weihnachtslied. Es wird sowohl in der evangelischen wie auch in der katholischen Kirche an Heiligabend gesungen.

Doch sind wir auch fröhlich? Wenn wir Grund zur Freude haben und es uns gut geht, dann dürfen wir uns glücklich schätzen und Gott dafür von Herzen danken. Aber können wir uns auch in schweren Zeiten über Weihnachten freuen? Sehen wir dann immer noch auf das unfassbare Geschenk Gottes? Jesus Christus kam auf unsere Welt um uns zu erlösen und endlich einen Frieden mit Gott zu ermöglichen!

Haben wir das auch vor Augen – EWIGES LEBEN wird uns geschenkt, wir brauchen es nur dankbar anzunehmen. Ist das kein Grund zur Freude? Können wir uns aber auch Angesichts von Leid und Elend darüber freuen? Wissen wir eigentlich in welch großer Not das Lied „O du fröhliche“ entstanden ist? Hatte der Autor und Dichter Johannes Daniel Falk (1768-1826) angesichts des Todes von 4 seiner Kinder innerhalb eines einzigen Jahres (1813) überhaupt von Freude sprechen können – wie er es drei Jahre später durch das dichten des obigen Liedes bezeugte? Wo nahm dieser Mann die Kraft zum Blickrichtungswechsel, weg von „Welt ging verloren“ zu „Christ ist geboren“ her?!?

O du fröhliche, o du selige, gnaden bringende Weihnachtszeit!
1. Welt ging verloren, Christ ward geboren. Freue, freue dich, o Christenheit!
2. Christ ist erschienen, uns zu versühnen. Freue, freue dich, o Christenheit!
3. Himmlische Heere jauchzen dir Ehre. Freue, freue dich, o Christenheit!

Schauen wir uns kurz seinen Lebensweg an: Johannes Daniel Falk wurde am 28. Oktober 1768 in Danzig als Sohn eines Perückenmachers in ärmlichen Verhältnissen geboren.Nach dem Besuch des Gymnasiums stiftete ihm der Stadtrat ein Stipendium in Halle und soll dabei die Worte gesagt haben: „Wenn dereinst ein armes Kind an deine Tür klopft, dann wisse, daß wir es sind, die alten, grauen Bürgermeister von Danzig. Weise sie nicht von der Tür!“ Zunächst studierte er zwar Theologie, liebte aber die weltliche Fröhlichkeit, ja er brach sogar das Studium ab, um bissige Satire zu dichten und zog nach Weimar. Jedoch 1806 stellte er unter Beweis, daß er doch um das Wohl seiner Mitmenschen besorgt war. Als 1806 nach der Schlacht bei Jena und Auerstedt französische Truppen plündernd durch Weimar ziehen wollten, bewahrte er durch diplomatisches Geschick und indem er „seine Feinde speiste“ (siehe Bibel) die Stadt vor Schaden.

1806 kam dann das Schicksalsjahr: Er verlor innerhalb von wenigen Wochen vier seiner Kinder durch Fieber. Die Legende erzählt, daß kurz danach ein kleiner, zerlumpter Waisenjunge mit bittenden Augen vor seiner Tür gestanden habe, und er an die Worte des Danziger Stadtrates gedacht haben soll. Er nahm den Jungen auf, gab ihm Kleidung und Spielzeug seiner verstorbenen Kinder. Da sich diese gute Tat herumsprach, kamen immer mehr Kriegswaisen in das Haus. Für diese Kriegswaisen dichtete er dann im Jahre 1816 die erste Strophe des später so sehr bekannt gewordenen Weihnachtsliedes „O du fröhliche“. Sein Gehilfe Heinrich Holzschuher schrieb später die beiden anderen Strophen. Die Melodie stammte von einem alten sizilianischen Volkslied, das Johann Gottfried Herder überliefert hatte. Später gründete er in Weimar die „Gesellschaft der Freunde in der Not“, die verwaiste Kinder aufnahm und an Familien vermittelte.

Was wäre wohl aus diesem Mann geworden, hätte er nicht diese Schicksalsschläge erlitten?!? Hätten wir dann das bekannte Weihnachtslied je zu hören bekommen? Hätte er selbst dann so ein für die Umwelt segensreiches Leben geführt? Die Bibel sagt (Römer 8,28), daß denen, die Gott lieben ALLES zum besten dient! Unverständlich? Vielleicht – aber nur auf den ersten Blick! Jetzt in der „besinnlichen“ Weihnachtszeit wünschen wir Ihnen wirkliche „besinnliche“ Stunden – indem Sie den „SINN“ von Weihnachten verstehen und für sich und ihr Leben eine Bereicherung erfahren! Christliche – perlen.de