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Brink Gräbe

Brink Gräbe ist durch den Sängerchor zu unserer Gemeinde gekommen.

Er sang im Sängerchor mit bevor er deutsch konnte und bevor er sich unserer Gemeinde anschloss. Durch diese Einführung beschloss er, vor vielen Jahren, unsere Gemeinde anzuschließen. Hier fühlte er sich nicht nur geistlich zu Hause, sondern er hatte hier ein Gefühl der Zugehörigkeit. Er sang sehr viele Jahre lang im Sänger- und Männerchor mit.

Die wöchentlichen Übstunden waren ein Highlight für ihn und das Mitsingen hat ihm sehr viel Freude gemacht. Er sang sehr begeistert mit bis dass er nicht mehr lesen konnte. Heute noch hört man ihn ganz kräftig im Gottesdienst mitsingen, vor allem bei der Liturgie und dem Glaubensbekenntnis. Am 04. Februar wurde Brink 90 Jahre alt und alle Chöre unserer Gemeinde machten ihm besonders viel Freude an seiner Geburtstagsfeier.

Es hat ihn sehr gerührt dass die Chormitglieder so zahlreich erschienen sind. Danke dafür.

Vergelts Euch Gott.

Für viele ist er bekannt als, Brink, für andere als, „oom“, einigen als, „meneer‘ und für die Kleinen als, Brinkie. Brink, der 90-Jährige Mann, hat das Herz von einem 18 Jährigen, mit 72 jahren Erfahrung, wie es so schön bei seiner Geburtstagsfeier gesagt wurde. Viele Geschichten aus seinem Leben wurden bei seiner Geburtstagsfeier übermittelt. Immer hat er Süßigkeiten zum Austeilen und kein Sonntag geht vorbei, wo zu Anfang der Predigt die Schachtel mit Pfefferminzbonbons nicht in der Kirchenbank entlang, gereicht wird. Als junger Mannwar er besonders schnell.

Tante Emmchen Wittig, mit ihren fast 97 Jahren, feiert mit bei Brinks 90. Geburtstagsfeier.

Tante Emmchen Wittig, mit ihren fast 97 Jahren, feiert mit bei Brinks 90. Geburtstagsfeier.

Beim Sprinten lief er die 220 Yards in 21.2 Sekunden. Auch heute noch sind Übung und fit bleiben eine höchste Priorität bei ihm. Früh morgens kann man ihn schon auf der Straße, in der Nähe vom Altenheim, marschieren sehen. Einen kleiner Museumschrank erhält Brinks Sachen und erwecken viele Erinnerungen aus seinem Leben. Sein erstes Spielzeug, ein Eichhörnchen – Kuscheltier von Baby bis 4 Jahre alt, eine „knyp brill“ von seinen Eltern, uralte Schlösser und Schlüssel, kleine Figuren, eine Taschenuhr, eine Musikkiste, eine Wage und noch viel mehr. Von seinem Elternhaus stammt noch eine Huisgenoot von 1921. Die Zeitschrift ist noch komplett und sehr interessant zu lesen. Kunststücke und interessante Münzen alle Art hat er auch gesammelt.

Ein interessanter Mann der sehr viele Interessen hatte und daher bis heute auch noch sehr interessante Geschichten zu erzählen hat. Ein wahrhaftiger Lehrer, bis zum heutigen Tag. Geht mal an einem Sonntag auf ihn zu, stellt euch vor, denn er ist fast blind und kann euch nicht erkennen, und erlebt Brink. Ein Segen in unserer Gemeinde.

Elona Hillermann