Neuer Aufbruch für die Missionsarbeit in Pella

Am 12. März 2026 fand im Pfarrhaus der lutherischen Gemeinde Pella die erste Sitzung des uMshwati Lutheran Mission Steering Committee statt. Dieses Komitee wurde ins Leben gerufen, nachdem die LCSA beschlossen hatte, wieder einen Pastor nach Pella zu entsenden. Der Impuls zu diesem Projekt ging maßgeblich von Missionar Pastor Thomas Beneke aus. Ziel ist es, die Gemeindearbeit vor Ort neu zu beleben und die Mission in der umliegenden Region wieder aktiv zu fördern.

Zu diesem Zweck kamen Vertreter der Gemeinden Pella, Kirchdorf und Our Saviour sowie Missionar Pastor Thomas Beneke (Mission of Lutheran Churches) zusammen, um die Zusammenarbeit anzuregen und eine gemeinsame Grundlage für die zukünftige Arbeit in und um Pella zu schaffen. Obwohl die LCSA ihre Zustimmung zu der Zusammenarbeit gegeben hat, ist sie derzeit nicht direkt im Komitee vertreten. Eine zentrale Rolle übernimmt Pastor Mkhabela, der neuerdings in Pella dient (aber noch nicht offiziell eingeführt wurde): Er hält an vier Tagen in der Woche Andachten auf umliegenden Farmen von Kirchdorfer Mitgliedern. Der Transport zu diesen Einsätzen ist eine entscheidende Voraussetzung für die Missionsarbeit und wird aktuell von Herrn Alton Majozi organisiert. Langfristig bleibt jedoch die Sicherstellung eines verlässlichen Transportmittels eine wichtige Aufgabe. In Vollzeit betreut Pastor Mkhabela die Gemeinde Pella mit Wort und Sakrament.

Neuer Aufbruch fuer die Missionsarbeit in Pella 2

Ein weiterer Schwerpunkt liegt auf der Instandsetzung der bestehenden Infrastruktur. Sowohl das Kirchengebäude als auch das Pfarrhaus sind renovierungsbedürftig. Insbesondere das Dach des Kirchengebäudes bereitet Probleme. Zudem sind neue sanitäre Anlagen wünschenswert. Inzwischen wurde außerdem Termitenbefall in Pella festgestellt, der dringend behandelt werden muss. Um die Nutzung des Gebäudes langfristig zu sichern, sind außerdem allgemeine Wartungsarbeiten notwendig. Ähnliche Herausforderungen bestehen beim Pfarrhaus, wo unter anderem das Dach, die Decken und der Innenanstrich erneuert werden müssen. Die Gemeinden arbeiten hierbei Hand in Hand: Kirchdorf unterstützt mit Material und fachlicher Begleitung, während Pella Arbeitskräfte einbringt.

Ein wichtiger Aspekt der Zusammenarbeit ist zudem die gegenseitige finanzielle Unterstützung. So hat sich die Gemeinde Pella dazu verpflichtet, ein Drittel des Gehalts von Pastor Mkhabela zu zahlen, während die Gemeinde Kirchdorf zwei Drittel übernimmt und sich diesbezüglich für zunächst zwölf Monate zur Unterstützung verpflichtet hat. Darüber hinaus engagiert sich Kirchdorf maßgeblich bei den anstehenden Renovierungsarbeiten. Besonderer Wert wird auf finanzielle Transparenz gelegt: Für die Gemeinde Pella wurde ein eigenes Konto eingerichtet, zu dem alle Vertreter (also auch die aus Kirchdorf) Einblick haben. Einnahmen und Ausgaben werden klar dokumentiert und regelmäßig über eine gemeinsame WhatsApp-Gruppe kommuniziert. So soll Vertrauen gestärkt und eine verantwortungsvolle Verwaltung der Mittel gewährleistet werden.

Neben strukturellen Fragen steht vor allem die inhaltliche Missionsarbeit im Mittelpunkt. Die bestehenden Andachten auf Farmen sollen weiter ausgebaut, Predigtorte betreut und geeignete Materialien – der vielen Gastarbeiter wegen insbesondere in Sotho – bereitgestellt werden.

Die Zusammenarbeit ist von dem Wunsch geprägt, Vertrauen neu aufzubauen, Verantwortung gemeinsam zu tragen und Menschen durch lebendige Gemeinden zu Christus zu führen.