Ein Schulprojekt von Marlene Klingenberg (geb. Koch), 9 Jahre alt), zusammengestellt im Jahr 1989 aus Erzählungen und Informationen ihres Vaters Landolf Koch.
Ochsen, Pferde und auch Esel wurden damals gebraucht Ochsenwagen zu ziehen. Mein Urgroßvater lernte das Schmiedehandwerk und das Bauen von Ochsenwagen von Herrn Westbrook. Seine ertse Schmiederei hatte er auf der Farm Waterval und später noch eine auf der Farm Thorpe Lodge. Zusammen mit George Mkwanase baute er viele Ochsenwagen. Er verkaufte seine Ochsenwagen zu R200.00 Die Balgpumpen wurden viele Jahre später immer noch gebraucht.
Vor den Wagen wurden 16 Ochsen eingespannt. Einige davon hießen Joskei, England, Holland, Blamane, Wetfoot und Blom. Zum Antreiben gab es vorne einen Anführer, einen Fahrer mit Peitsche und einen dritten Helfer, der die Bremsen bediente. Mein Großvater, Herr H. Koch, ist beim Transport von Holz von der Farm, die drei Kilometer von Wartburg entfernt liegt, sogar drei Mal im Matsch steckengeblieben.
Wenn man ins Dorf musste oder bei Freunden besuchen wollte wurden zwei Pferde oder Donkeys vor einen Spinne-Pferdewagen eingespannt.. Ein solcher Pferdewagen konnte fünf Personen transportieren und 20 km/h schnell fahren.
Meine Ur-, Ur-, Urgroßmutter fiel in der Nähe von Schroeders von so einem Spinne-Pferdewagen und starb kurz darauf an ihren Verletzungen.
Mein Ur,urgroßeltern fuhren mit einem Schlitten der von zwei Ochsen gezogen wurde nach Neu Hanover zum Gottesdienst. Sie mussten schon um 4 Uhr morgens losfahren und kamen erst abends im Dunkeln nach Hause.
Auch mein Großvater und seine Geschwister wurden mit einem solchen Spider zur Schule gefahren. Bei einer solchen Fahrt hatte sich sein Bruder Robert in einem Werkzeugkasten hinten auf dem Wagen versteckt. Er ist dort eingeschlafen und als der Spider über einen Buckel fuhr, ist er auf die Straße gefallen.
Sonntags sind meine Großeltern mit Familie auf dem Spider nach Kirchdorf zum Gottesdienst gefahren. Währenddessen haben die Pferde auf der Weide gegrast, auf der heute Tannen wachsen.
Eine Fahrt nach Pietermaritzburg dauerte drei Tage. Am ersten Tag fuhren sie bis zum Umgeni-Fluss und überquerten ihn 300 Meter oberhalb der alten Brücke. Diese Stelle ist heute noch als Baynesdrift bekannt. Zum Übernachten wurden die Pferde bei Baikies Flats ausgespannt. Am nächsten Tag fuhren sie dann nach Pietermaritzburg, um ihre Waren auf dem Markt zu verkaufen. Zum Beispiel Apfelsinen, Süßkartoffeln, Kartoffeln, Eier, Butter, Tabak, Mais, Kürbisse, Feuerholz und lebende Hühner.
Eine Fracht Feuerholz (3Tonnen) wurde zu 1.Pfund (R2.00) am Marktplatz neben der Stadthalle verkauft und dann zu den Käufern nach Hause gebracht. .
Nachmittags fuhren sie dann wieder zurück nach Baikies Flats, wo sie übernachteten und am dritten Tag fuhren sie schließlich wieder nach Hause.
Mein Urgroßvater JC Koch war in Pietermaritzburg, als die erste Stadthalle im Juli 1898 niederbrannte.
Das erste Auto in der Wartburg-Umgebung wurde von Herrn Eduard Robert Wittig gekauft. Seine Fahrzeugzulassungsnummer war NH 5 und wird heutzutage noch von Herrn Edmund Wittig aus der Harburg-Gegend genutzt. Das Auto war schwarz. Herr Wittig hatte auch den ersten Fordson-Traktor. Die Reifen waren aus Eisen und nicht aus Gummi.
Es passierte Mal als mein Großvater mit seiner Schwester Martha zu Fuß unterwegs von der Schule nach Hause gingen. In der Nähe der Abzweigung zum Haus auf der Farm von Egon Eggers hielt ein Auto an und bot den beiden eine Fahrgelegenheit nach Hause. Es war Herr Karl Oellermann, der Eigentümer des Autos. Mein Großvater erschrak jedoch so sehr, dass er weglief und sich in der Wattle-Plantage versteckte. Er kam an diesem Tag sehr spät nach Hause.
Am 5. Oktober 1915 wurde die Bahnlinie zwischen Schroeders und Wartburg eröffnet. Von diesem Zeitpunkt an wurden alle Waren mit der Bahn nach Pietermaritzburg transportiert. Von Neu Hanover bis zum Blinkwater gab es eine Schmalspurbahn, die zum Transport von Gelbholz diente. Diese Schmalspurbahn ging auch über unsere Farm. Auch wurde eine Drift an dem Fluss auf unserer Farm gebraucht, wenn jemand von Neu Hanover nach Rietvlei oder Blinkwater fuhr.