Okuli (Das Lamm Gottes) – 2022
Predigt: 1 Kön. 19,1-13a
Okuli, 20.03.2022
1 Segen
2 Text
Und Ahab sagte Isebel alles, was Elia getan hatte und wie er alle Propheten Baals mit dem Schwert umgebracht hatte. Da sandte Isebel einen Boten zu Elia und ließ ihm sagen: Die Götter sollen mir dies und das tun, wenn ich nicht morgen um diese Zeit dir tue, wie du diesen getan hast! Da fürchtete er sich, machte sich auf und lief um sein Leben und kam nach Beerscheba in Juda und ließ seinen Diener dort. Er aber ging hin in die Wüste eine Tagereise weit und kam und setzte sich unter einen Ginster und wünschte sich zu sterben und sprach: Es ist genug, so nimm nun, Herr, meine Seele; ich bin nicht besser als meine Väter.
Und er legte sich hin und schlief unter dem Ginster. Und siehe, ein Engel rührte ihn an und sprach zu ihm: Steh auf und iss! 6Und er sah sich um, und siehe, zu seinen Häupten lag ein geröstetes Brot und ein Krug mit Wasser. Und als er gegessen und getrunken hatte, legte er sich wieder schlafen. Und der Engel des Herrn kam zum zweiten Mal wieder und rührte ihn an und sprach: Steh auf und iss! Denn du hast einen weiten Weg vor dir. Und er stand auf und aß und trank und ging durch die Kraft der Speise vierzig Tage und vierzig Nächte bis zum Berg Gottes, dem Horeb.
Und er kam dort in eine Höhle und blieb dort über Nacht. Und siehe, das Wort des Herrn kam zu ihm: Was machst du hier, Elia? Er sprach: Ich habe geeifert für den Herrn, den Gott Zebaoth; denn die Israeliten haben deinen Bund verlassen und deine Altäre zerbrochen und deine Propheten mit dem Schwert getötet und ich bin allein übrig geblieben, und sie trachten danach, dass sie mir mein Leben nehmen.
Der Herr sprach: Geh heraus und tritt hin auf den Berg vor den Herrn! Und siehe, der Herr ging vorüber. Und ein großer, starker Wind, der die Berge zerriss und die Felsen zerbrach, kam vor dem Herrn her; der Herr aber war nicht im Winde. Nach dem Wind aber kam ein Erdbeben; aber der Herr war nicht im Erdbeben. Und nach dem Erdbeben kam ein Feuer; aber der Herr war nicht im Feuer. Und nach dem Feuer kam ein stilles, sanftes Sausen. Als das Elia hörte, verhüllte er sein Antlitz mit seinem Mantel und ging hinaus und trat in den Eingang der Höhle.
3 Gebet
4 Predigt
4.1
Ihr alle kennt die Geschichte von Elia gegen die bösen Baalspropheten. Dies geschah unter dem König Ahab, der eine böse Frau namens Isabell geheiratet hatte. Nach ihrem Befehl wurden die Propheten Gottes gejagt und überall wurden Altäre für Baal, einen der kanaanitischen Götter, errichtet. Elia war ein gejagter Mann, aber er hatte keine Angst. Anstatt sich zu verstecken, stellte er sich dem bösen König und der Königin entgegen. Er forderte sie und ihre Götter zu einem Wettstreit heraus. Elia gegen 450 Baalspropheten. Zwei Altäre mit je einer Opfergabe. Aber ohne Feuer, da diese von den Göttern selbst angezündet werden mussten. Eine Herausforderung, um zu sehen, wer den wahren Gott hatte. Und Elia mit seinem Gespür für Dramatik verspottet nicht nur die Propheten, als nach vielen Stunden nichts mit ihrem Opfer geschieht, sondern Elia tränkt auch sein Opfer in Wasser, bevor er zu Gott betet.
Da fiel das Feuer des Herrn herab und zerbrach Brandopfer, Holz, Steine und Erde und leckte das Wasser auf im Graben.
Und alle Propheten Baals wurden ergriffen und umgebracht.
4.2
Ein fast perfektes Happy End. Das Böse ist besiegt und Gott hat gesiegt. Ein Sieg Gottes, der seine ungeheure Kraft und Souveränität zeigt. Ein großer Sieg. Ein so großer Sieg, dass es sehr seltsam ist, dass unsere heutige Geschichte genau nach diesem erstaunlichen Triumph geschieht. Denn dies ist nicht das Ende der Geschichte. Man hätte erwartet, dass nach einer so öffentlichen und bedeutungsvollen Offenbarung von Gottes Herrlichkeit und einer so klaren Entscheidung des Streits zwischen Ihm und Baal, dass die Israeliten nun alle als ein Mann zur Anbetung des Gottes Israels zurückkehren und Elia zu ihrem Führer nehmen würden, dass er von nun an oberster Staatsminister wäre und seine Anweisungen als Gesetze für König und Reich gelten würden.
4.3
Aber nein, Elia flieht. Nach einem so großen Sieg flieht Elia. Er flieht, denn obwohl er die Propheten besiegt hat, ist die böse Königin immer noch an der Macht. Und sie droht damit, ihn zu töten. Und seltsamerweise hat Elia Angst um sein Leben. Wo ist der Mut geblieben, mit dem er noch vor kurzem Ahab und all den Propheten des Baal entgegentrat? Wo war der Mut, der ihn an seinem Opfer festhielt, als das Feuer Gottes auf es herab fiel? Er, der unerschrocken inmitten der Schrecken des Himmels und der Erde stand, zittert vor den machtlosen Drohungen einer stolzen, reizbaren Frau.
4.4
Er hat Angst und er flieht. In dem Moment, als Israel ihn wirklich brauchte, ihn brauchte, um einen Schritt weiter zu gehen und ihnen zu helfen, den bösen König und die böse Königin und die Götzenanbetung zu stürzen. In einem Moment, in dem er allen Grund hatte, darauf zu vertrauen, dass Gott ihn beschützen würde. In diesem Moment flieht Elia. Er flieht nicht, weil Gott es befiehlt, sondern weil er wirklich Angst hat. Er hatte gerade alles gegeben, und es war immer noch nicht genug, um die Verderbnis aus Israel zu entfernen. Er hatte alles gegeben, und er war noch nicht fertig. Der König und die Königin saßen immer noch auf ihren Thronen, das Volk, das sich vor dem Zorn der Königin fürchtete, stand nicht geschlossen hinter Elia, um einen Wandel herbeizuführen, es schien, als wäre alles umsonst gewesen. Was blieb ihm anderes übrig, als zu fliehen, so meinte er. Und er flieht. Er flieht nach Süden, zur südlichsten Stadt Israels, und dann noch weiter südlich in die Wüste, und dort gibt er auf. Dort will er einfach nur noch sterben. Er sieht, dass er versagt hat. Aber er weiß nicht, was er noch tun kann. Er legt sich zum Sterben nieder. Er gibt auf.
4.5
Und ist das so schwer zu verstehen. Wie oft verlieren wir jegliche Motivation, in der Welt Christen zu sein. Wir laden Menschen zur Kirche ein, aber sie kommen nicht. Wir erziehen unsere Kinder all die Jahre im christlichen Glauben, aber dann beschließen sie, dass dies nicht wichtig für sie ist. Wir versuchen, ein christliches Leben zu führen, werden aber ständig dafür verspottet: kein Sex vor der Ehe, Verzicht auf das hart verdiente Geld, sonntags in die Kirche gehen, ist doch alles doff. Wir werden von der Welt niedergeschlagen. Wir haben immer wieder versucht, in einer unchristlichen Welt christlich zu sein, aber es scheint nicht genug zu sein, wir können scheinbar nichts ändern, auch wenn wir unser Bestes tun. Was wir brauchen, ist etwas von dem, was Elia hatte, bevor er geflohen ist, etwas von diesem Feuer vom Himmel, das Wunder bewirkt. Wir wollen, dass die Opfer allein durch unser Gebet brennen. Wir wollen Feuer, wir wollen Erdbeben, wir wollen Wind, der Berge zerreißt. Wir wollen all das, weil wir glauben, dass wir die Menschen auf diese Weise zum Glauben an Christus bringen werden. Wir wollen diese großen Wunder, wir wollen alles, damit die Menschen einfach glauben. Denn wir können das nicht allein tun. Wir brauchen doch etwas. Wir wissen, dass wir eine großartige Botschaft haben, aber wir glauben nicht, dass sie reicht. Wir glauben nicht, dass wir genug haben, wir glauben nicht, dass wir mit dem, was wir haben, in die Welt gehen können. Nein, wir glauben, dass wir diese Wunder brauchen, damit die Menschen zuhören. Ohne diese Wunder scheint es besser zu sein, wenn wir einen Schritt zurücktreten und uns eine Weile ausruhen, uns einfach hinlegen, denn es scheint, dass wir mit diesem christlichen Leben nicht so weitermachen können, wie wir es jetzt tun. Wir können nicht so weitermachen wie bisher. Wenn die Welt es nicht hören will, sollten wir vielleicht einfach aufhören, der Welt diese schöne Botschaft zu zeigen. Vielleicht sollten wir aufgeben.
4.6
Aber Gott gibt nicht auf, er lässt uns nicht im Stich, und er hat Elia nicht im Stich gelassen. Ja, Elia floh vor seiner Aufgabe, wie so viele Propheten vor ihm, aber Gott ist geduldig mit seiner Schwäche, mit unseren Schwächen. Er hilft vor allem dann, wenn wir schwach sind. Wenn wir ihn brauchen. Gott ist da. Gott ist in den Schwachen mächtig.
4.7
Denn wir brauchen keine Wunder. Oder besser gesagt, wir brauchen keine weiteren Wunder als dieses hier. Wir brauchen kein Feuer, wir brauchen keine Erdbeben, wir brauchen keinen Wind, der Berge zerreißt. Wir haben etwas, das so viel mehr ist als das. Wir haben das Wort Gottes. Gott hat uns sein Wort gegeben, das ist genug. Wir brauchen keine weiteren Wunder außer diesem einen. Wo wir Gottes Kraft wirklich sehen können das ist in einer Stimme, stille und fein. In sein Wort das stille und fein zu uns hernieder kam. In diesem Wort das leise, aber mit all seiner Kraft kommt. Gott hat beschlossen, sich als das Lamm Gottes zu offenbaren, und es ist dieses Lamm Gottes das unscheinbar und stille zur Welt gekommen ist um für alle unsere Sünden auf dem Kreuz zu sterben. Aber ein Lamm Gottes dem alle Macht im Himmel und auf Erden gegeben worden ist, ein Lamm das von den Ketten des Todes nicht gehalten werden konnten. Weich, aber stark genug, um den Tod selbst zu zerreißen. Eine Stimme die uns leise sagt, die heute der kleinen Quin zugeflüstert hat: Ihr seid mein. Christus ist mit uns. Er trägt uns auch wenn wir gerade es nicht weiterschaffen. Auch wenn unsere Angst gerade größer ist als unsre Glaube, auch wenn es scheint als ob wir einfach nicht mehr können, er hält uns auf unseren Weg fest. Ein Weg der bei seiner Seite, in Frieden und Segen in der Ewigkeit endet. Gott trägt uns bis dahin. Durch Leben und Tod: nichts kann ihn von unserer Seite halten.
Amen.
Haushalterschaft
The Why of Stewardship
1 Text Gen. 2 Kor 9,7
Ein jeder, wie er’s sich im Herzen vorgenommen hat, nicht mit Unwillen oder aus Zwang; denn einen fröhlichen Geber hat Gott lieb. 2 Kor 9,7
2 The Why of Stewardship (Wieso und Wozu)
2.1
Einen fröhlichen Geber hat Gott lieb:
Oft verbinden wir Haushalterschaft nur mit diesem Spruch. Er ist oft am Ende von Abkündigungen zu hören, oder genauer gesagt, nachdem die Einnahmen aus Kollekten erwähnt wurden. Oder dieser Vers taucht wieder auf, wenn die Gemeinde über ihren Budget, spricht. Und obwohl er genau dort seinen Platz hat, wenn es um Geld geht, wird er leider oft ausgelegt als “einen fröhlichen Geber hat Gott lieb, aber er wäre auch zufrieden mit einem unfröhlichen, hier liegt die Hauptsache eigentlich nur beim Geben, also macht die Geldbörsen offen und gebt.” So wird Haushalterschaft leider oft nur so gesehen: Wir müssen der Kirche Geld geben. Geld Geld Geld. Und so wollen wir eigentlich so wenig wie möglich über Haushalterschaft reden, denn die Kirche ist doch nicht der Ort, wo wir immer über Geld sprechen sollten.
2.2
Aber Haushalterschaft geht nicht nur über Geld. Haushalterschaft ist auch keineswegs nur auf diesen Vers aus 2. Korinther beschränkt. Wenn wir an den Anfang unserer Bibel gehen, lesen wir:
26 Und Gott sprach: Lasset uns Menschen machen, ein Bild, das uns gleich sei, die da herrschen über die Fische im Meer und über die Vögel unter dem Himmel und über das Vieh und über alle Tiere des Feldes und über alles Gewürm, das auf Erden kriecht.
Wir hören hier, dass eins der Ziele, zu denen wir geschaffen wurden, darin besteht, über die Schöpfung zu herrschen, oder wie wir es auch nennen können: Haushalter zu sein. Plötzlich hat dieses Haushaltersein nicht mehr bloß damit zu tun, dass wir unser Budget schaffen, sondern es scheint mit unserem eigentlichen Wesen verbunden zu sein, mit einem unserer eigentlichen Daseinsgründe. Wir wurden geschaffen, um Haushalter zu sein, das ist nicht etwas, für das wir uns entscheiden oder aus dem wir uns heraushalten können, es ist das, was wir als Menschen sind.
2.3
Ja, Haushalterschaft hat auch mit Geld zu tun. Geld macht es möglich, ein Kirchengebäude zu haben, Menschen zu Pastoren auszubilden, Gesangbücher zu haben. Ja, Geld ist wichtig, aber das ist nicht alles, was mit Haushalterschaft zu tun hat. Und wir reden hier nicht über Haushalterschaft, damit wir unser Budget schaffen können.
2.4
Nein, wir halten diese Reihe aus einem ganz einfachen Grund. Nämlich, dass wir als Pastoren, und in meinem Fall als Vikar, eine Aufgabe haben, nämlich „den ganzen Ratschluss Gottes zu verkündigen“ (Apg 20,27). Und dazu gehört die Haushalterschaft. Was es genau bedeutet, Haushalter zu sein, werden wir in den folgenden Predigten noch betrachten. Aber zuerst hören wir, wozu wir Verwalter sind. Wozu wir als Christen überhaupt etwas tun: wozu trinken wir nach dem Gottesdienst Kaffee, wozu lassen wir unsere Kinder von der Kirche unterrichten. Wozu geben wir Geld. Denn wenn wir uns darüber nicht im Klaren sind, kann der Kaffee vom Tisch fallen, wenn niemand ihn machen will. Das Unterrichten unserer Kinder wird zu einer zusätzlichen Aufgabe wie Schularbeiten, die wir nicht machen wollen. Geld zu geben wird schwer, besonders in Zeiten wie diesen. Aber wenn wir uns über das Wozu im Klaren sind, ist das eine ganz andere Sache. Denn wenn wir das Wozu kennen, dann eröffnet sich eine Fülle von Möglichkeiten. Und dieses Wozu wird in 1. Korinther 10:31 so schön beschrieben.
“Ob ihr nun esst oder trinkt, oder was ihr auch tut, alles tut zur Ehre Gottes.”
Zur Ehre Gottes. Das ist das Wozu, der Grund, warum wir etwas tun, wozu wir Haushalterschaft üben. Nicht, dass wir unser Budget schaffen. Nicht um viel Geld zu haben. Nicht mal um freundlicher zu sein. Nein, wir als Christen haben ein ganz klares Ziel auf dieser Erde, alles zur Ehre Gottes zu tun.
2.5
Und das Schöne daran ist, dass es klar ist, aber nicht spezifisch. Uns wird nicht gesagt, wir sollen dies oder das tun. Das ist nicht das, was Haushalterschaft ausmacht. Nein, wir sind berufen, Haushalter zu sein, und wozu?: zur Ehre Gottes. Zur Ehre dessen, der uns alle und die ganze Schöpfung gemacht hat. Zur Ehre dessen, der für uns am Kreuz gestorben und auferstanden ist und uns aussendet, seine Botschaft zu verkünden. Zur Ehre dessen, der mit uns ist und uns hilft und uns stärkt. Wenn wir uns darüber im Klaren sind, dass wir Haushalterschaft nicht als Selbstzweck üben, auch nicht, weil wir mehr Geld haben wollen, auch nicht einmal um die Kirchenbänke zu füllen, sondern dass wir Haushalterschaft gerade deswegen üben, weil wir dadurch Gott verherrlichen. Plötzlich erscheinen diese Dinge in einem ganz anderen Licht. Religionsunterricht ist zur Ehre Gottes. Das Spenden von Geld dient der Ehre Gottes. Selbst der Kaffee nach der Kirche ist zur Ehre Gottes. Was für eine Freude ist das, dass alltägliche Dinge zu Dingen werden können, durch die wir unseren Gott verherrlichen und ihm danken können.
In diesem Sinne wollen wir uns in den kommenden Wochen mit der Haushalterschaft beschäftigen. Damit wir nicht nur fröhliche Geber sind, sondern auch fröhlich beim Kaffeekochen, beim Unterrichten von Kindern, oder bei allem, was wir tun, weil wir es zur Ehre Gottes tun.
Amen.
Okuli (Das Lamm Gottes)
Wochenspruch
Wer seine Hand an den Pflug legt und sieht zurück, der ist nicht geschickt für das Reich Gottes.
Lukas 9, 62
Introitus – Nr. 23 (Psalm 25, 15; Psalm 34, 16 u 20)
Epistel
So folgt nun Gottes Beispiel als die geliebten Kinder und lebt in der Liebe, wie auch Christus uns geliebt hat und hat sich selbst für uns gegeben als Gabe und Opfer, Gott zu einem lieblichen Geruch. Von Unzucht aber und jeder Art Unreinheit oder Habsucht soll bei euch nicht einmal die Rede sein, wie es sich für die Heiligen gehört. Auch schandbare und närrische oder lose Reden stehen euch nicht an, sondern vielmehr Danksagung. Denn das sollt ihr wissen, dass kein Unzüchtiger oder Unreiner oder Habsüchtiger – das sind Götzendiener – ein Erbteil hat im Reich Christi und Gottes. Lasst euch von niemandem verführen mit leeren Worten; denn um dieser Dinge willen kommt der Zorn Gottes über die Kinder des Ungehorsams. Darum seid nicht ihre Mitgenossen. Denn ihr wart früher Finsternis; nun aber seid ihr Licht in dem Herrn.
Epheser 5, 1 – 8a
Hauptlied
Wenn meine Sünd mich kränken 162
Evangelium
Als Jesus und seine Jünger auf dem Wege nach Jerusalem waren, sprach einer zu ihm: Ich will dir folgen, wohin du gehst. Und Jesus sprach zu ihm: Die Füchse haben Gruben, und die Vögel unter dem Himmel haben Nester; aber der Menschensohn hat nichts, wo er sein Haupt hinlege. Und er sprach zu einem andern: Folge mir nach! Der sprach aber: Herr, erlaube mir, dass ich zuvor hingehe und meinen Vater begrabe. Aber Jesus sprach zu ihm: Lass die Toten ihre Toten begraben; du aber geh hin und verkündige das Reich Gottes! Und ein andrer sprach: Herr, ich will dir nachfolgen; aber erlaube mir zuvor, dass ich Abschied nehme von denen, die in meinem Haus sind. Jesus aber sprach zu ihm: Wer seine Hand an den Pflug legt und sieht zurück, der ist nicht geschickt für das Reich Gottes.
Lukas 9, 57 – 62
liturgische Farbe: violett. Festzeit: Fastenzeit.
Wochenspruch: Lk 9,62
Wochenpsalm: Ps 34b
Eingangspsalm: Ps 34
Epistel: Eph 5,1-8a
Evangelium: Lk 9,57-62
Predigttext: Mk 12,41-44
Wochenlied: 82 und 96
Erklärung zu den Perikopen:
Die biblischen Predigttexte sind aufgeteilt in die Perikopenreihen I bis VI. Jede Reihe gilt – beginnend mit dem 1. Advent – fortlaufend für ein ganzes Kirchenjahr (aktuelle Reihe = III). Die einzelnen Reihen haben verschiedene Schwerpunkte (Evangelien, Briefe usw.).
I(Evangelium): Lk 9,57-62
II: Eph 5,1-8a
III: Mk 12,41-44
IV: 1. Petr 1,(13-17) 18-21
V: Jer 20,7-11a (11b-13)
VI: 1. Kön 19,1-8 (9-13a)