12. Sonntag nach Trinitatis (Die große Wende) – 2019

12. Sonntag nach Trinitatis (Die große Wende) – 2019

Gnade sei mit euch und Friede von Gott dem Vater und unsrem Herrn Jesus Christus. Amen.

Text: Markus 8, 22 – 26

22Und sie kamen nach Bethsaida. Und sie brachten zu ihm einen Blinden und baten ihn, dass er ihn anrühre. 23Und er nahm den Blinden bei der Hand und führte ihn hinaus vor das Dorf, tat Speichel auf seine Augen, legte seine Hände auf ihn und fragte ihn: Siehst du etwas? 24Und er sah auf und sprach: Ich sehe die Menschen, als sähe ich Bäume umhergehen. 25Danach legte er abermals die Hände auf seine Augen. Da sah er deutlich und wurde wieder zurechtgebracht, so dass er alles scharf sehen konnte. 26Und er schickte ihn heim und sprach: Geh nicht hinein in das Dorf!

Lasst uns beten: Jesus, gib gesunde Augen, die was taugen; rühre meine Augen an, denn das ist die größte Plage, wenn am Tage, man dein Licht nicht sehen kann! Komm, lieber Herr, und segne jetzt unser Reden und unser Hören. Amen.

 Im Namen Jesu, liebe Gemeinde

Wer vor vier Wochen hier in der Kirche im Gottesdienst war und ein gutes Gedächtnis hat, wird sich wahrscheinlich fragen, ob da nicht irgendwo ein Fehler passiert ist! Entweder hab ich den verkehrten Text aufgeschlagen, oder die Liste von der wir arbeiten ist falsch! Ich hab selber auch erst einmal nachgesehen, was denn nun eigentlich los ist! Aber es stimmt! Es geht heute noch einmal um die Heilung eines blinden Menschen, und zum Teil sogar mit sehr ähnlichen Methoden, wie beim vorigen Mal!

Der Grund für die Berichte von Heilungen, die im Neuen Testament stehen, ist, dass es im Alten Testament mehrere Prophezeiungen gibt, die von dem kommenden Messias sagen, dass er die Leute heilen wird! Als Zeichen von dem Messias nennen diese Prophezeiungen z.B., dass er Krankheiten wie Blindheit, Taubheit, Aussatz und andere körperliche Gebrechen heilen wird! Da lesen wir zum Beispiel bei Jesaja, 29, 18: „Zu der Zeit werden die Tauben hören die Worte des Buches, und die Augen der Blinden werden aus Dunkel und Finsternis sehen.“ Und in Kapitel 35, in den Versen 5 & 6 lesen wir: „Dann werden die Augen der Blinden aufgetan und die Ohren der Tauben geöffnet werden. Dann werden die Lahmen springen wie ein Hirsch und die Zunge der Stummen wird frohlocken.“

Deshalb ist es dem Neuen Testament so wichtig, dass da so genau, und des Öfteren von solchen Heilungen berichtet wird! Es geht ja darum, dass das alttestamentliche Volk der Juden erkennen sollte, dass Jesus wirklich der verheißene Messias ist! Und, Jesus hat sich selber ja auch dadurch, dass er seine Heilungswunder aufgezählt hat, auf die Nachfrage von Johannes, dem Täufer, als Messias identifiziert! Und so steht in unserem Text nun auch, die leibliche Heilung von diesem blinden Mann, im Vordergrund! Dieser Bericht gilt also als Beweis dafür, dass sich die Prophezeiungen von dem kommenden Messias aus dem Alten Testament, in Jesus Christus erfüllt haben!

Wenn man an den Bericht von der Heilung des Blindgeborenen vor einigen Wochen, zurück denkt, kommen da aber auch deutliche Unterschiede zwischen diesen beiden Berichten vor! Bei der Heilung des Blindgeborenen stand die Frage danach, wessen Schuld und Sünde solch ein Leiden als Strafe, denn eigentlich verursacht hatte, im Vordergrund! Wir haben dazu auch die allgemein bekannte Frage: „Wie kann Gott so etwas zulassen?“ besprochen, und wir werden uns hoffentlich noch an die Antworten erinnern!

Liebe Gemeinde, heute liegt der Schwerpunkt aber ein bischen anders! Es geht nämlich darum, dass wir erkennen sollen, dass die Prophezeiungen vom kommenden Messias, und die Berichte von deren Erfüllung, auch eine tiefere Bedeutung haben! Jesus ist ja nicht in diese Welt gekommen, nur um uns Menschen immerwährende gute Gesundheit und ein langes Leben, zu garantieren! Nein! Seine besondere Aufgabe ist es, um unsere Versöhnung mit Gott, durch seinen Tod am Kreuz, zustande zu bringen! Deshalb hat er dann auch immer versucht, die Leute von ihrer geistlichen Blindheit und Taubheit zu heilen! Wir sollen sehen und hören, was er zu unserem ewigen Heil getan hat! Er hat auch die Zungen seiner Apostel am Pfingstfest gelöst, und ihre lahmen Füße in Bewegung gebracht, damit das Evangelium in alle Welt ausgebreitet werden konnte! Das hat er getan und er tut es bis heute immer noch an uns allen, in der Kraft des Heiligen Geistes, durch sein Wort und Sakrament! Möge Gott uns deshalb auch jetzt die Ohren, Augen und Herzen öffnen, damit dieses Wort bei uns eindringen kann und, dass es auch bei uns Frucht bringen wird!

Dazu wollen wir diesen Text nun in seinen Kontext stellen, und daraus lernen, was uns hier gesagt wird! Jesus war mit seinen Jüngern von Galiläa aus ziemlich weit nach Norden an der Küste des Mittelländischen Meers, bis in die Städte Tyrus und Sidon gewandert! Es wird uns aber nicht viel über diesen Besuch Jesu im „heidnischen Ausland“ berichtet, außer, dass er die Tochter der Frau aus Syrophönizien dort geheilt hat! Auf dem Rückweg ist er dann auch noch einmal durch heidnisches Land, in einem großen Bogen, östlich um den See Genezareth herum gezogen. Dort hat die Heilung des Taubstummen, von der wir eben im Evangelium gehört haben, stattgefunden! Anschließend hat wahrscheinlich auch noch die Speisung der Viertausend am Südende des Sees stattgefunden! Und von da aus ist Jesus dann wieder mit einem Boot nach Norden über den See gefahren! Und so kam er dann nach Bethsaida, dem Heimatdorf der Apostel Petrus, Andreas und Philippus!

Hier beginnt nun unser Text! Die Leute brachten diesen blinden Mann zu Jesus, mit der Bitte um Heilung! Jesus half gerne, aber er tat es oft im Verborgenen und ganz unauffällig, wie hier an dieser Stelle auch! Als erstes führte er den Mann weg, nach draußen vor das Dorf, weil er das öffentliche Aufsehen und die Aufregung der Menschen vermeiden wollte! Und deshalb hatte er dann auch zum Schluss dem Geheilten gesagt, dass er direkt nach Hause, und nicht erst wieder in das Dorf, gehen sollte! Für das Wirken Jesu ist nämlich die Stille nötig! Großes Aufsehen hindert oft nur das Wachsen des zarten Glaubens! Außerdem musste Jesus sogar manchmal wegen dem Widerstand, den ihm seine Feinde geboten haben, frühzeitig sein Wirken abbrechen, und sogar vor ihnen flüchten! Deshalb hat er öfter diesen Auftrag gegeben, dass da nicht über eine bestimmte Heilung geredet werden sollte, um ihm die Gelegenheit zu geben, um noch weiter an diesem bestimmten Ort zu arbeiten!

Liebe Gemeinde, über den Gebrauch von Spucke bei diesem und einigen anderen Heilungswundern, von denen wir gehört haben, kann man in Fritz Rieneckers „Lexikon zur Bibel“ folgendes lesen: „Die Verwendung von Speichel zu Heilzwecken ist im Judentum bekannt und wird in der rabbinischen Literatur, besonders bei Augenkrankheiten oft erwähnt. Auch von Jesus wird berichtet, dass er bei seinen Heilungen mehrfach Speichel gebrauchte. Es handelt sich in diesen Fällen wohl darum, dass den Kranken, durch die ihnen bekannte Prozedur verständlich gemacht werden sollte, was mit ihnen geschehen würde.“

Aber Jesus hat dabei auch immer etwas Zusätzliches getan! Er hat z.B. ein stilles Gebet gesprochen; oder er hat, wie im Evangelium, einen Auftrag, nämlich: „Hefata“ gegeben; oder er hat, wie in unsrem Text, dem Kranken die Hände aufgelegt! Damit wollte er zeigen, dass diese Heilungen alle durch seine Allmacht im Namen Gottes geschehen sind! Und so wollte er seine Wundertaten ganz deutlich unterscheiden von irgendwelchen Heilungs – oder Zauberkünsten der damaligen Zeit!

Von dem Heilungsprozess lesen wir in unsrem Text dann auch noch, dass er stufenweise stattgefunden hat! Zuerst konnte der Blinde nur die Umrisse der Menschen und ihre Bewegung wahrnehmen. Deshalb sagt er: „Ich sehe die Menschen, als sähe ich Bäume umhergehen.“ Aber dann, nach der zweiten Handauflegung konnte er alles wieder deutlich und scharf sehen und erkennen! Der Heilungsprozess nimmt oft seine Zeit! Deshalb ist es wichtig, dass man dabei geduldig bleibt! Das müssen wir heutzutage auch immer wieder lernen, weil wir alle viel zu schnell und leicht ungeduldig werden!

So ist es auch auf geistlichem Gebiet! Ansichten und Einsichten ändern sich meistens nur langsam und allmählich! Die Heilung der geistlichen Blindheit geschieht oft über eine Zeitspanne hinweg, aber sie geschieht immer nur durch das Wirken des heiligen Geistes! Durch das Wort Gottes kommt er zu uns und öffnet uns die Augen! Dann können wir schließlich immer deutlicher erkennen, was Gott für unsre Seligkeit getan hat! Daraus wächst dann auch, ganz langsam, der Glaube an Christus! Und schließlich wird dieser Glaube dann für uns zum wahren Kern- und Herzenswert, der dann unser ganzes Leben und alles, was wir tun, bestimmt!

Liebe Gemeinde, die allerwenigsten Bekehrungen sind schlagartige, hundertprozentige Bekehrungen, wie bei dem Apostel Paulus, von der wir eben in der Epistellesung gehört haben! In den meisten Fällen handelt es sich um einen sehr langsamen und delikaten Prozess, so wie z.B. beim Wachsen in der Pflanzenwelt! Im Frühling werden die Bäume auch nicht über Nacht alle auf einmal ganz grün und mit neuen Blättern überzogen! Die neuen Blätter wachsen langsam und werden jeden Tag ein bischen größer! Dazu gibt es dann auch noch vieles, was diesen Prozess stören und hindern kann! Ein scharfer Frost um diese Jahreszeit, macht z.B. alles wieder kaputt, und tut oft großen Schaden!

So ist es auch mit dem neuen Glauben! Wie eine zarte, neue Pflanze kann er durch vieles, was der Teufel von außen an uns heranbringt, gestört und sogar kaput gemacht werden! Deshalb ist es auch so wichtig, dass da anhaltende „Pflege“ für diejenigen geboten wird, die neu zum Glauben gekommen sind! Und wenn da neue Mitglieder in eine Gemeinde aufgenommen werden, oder wenn da wieder junge Leute konfirmiert wurden, dann muss diese „Pflege“ auch ein wichtiger Faktor sein, den wir dabei nicht übersehen dürfen!

Bei einem wachsenden Glauben, verbessern sich mit der Zeit der geistliche Blick und die Sicht, durch das Wirken des Heiligen Geistes! So wird vieles dann langsam deutlicher und klarer! Genau so kann es aber auch bei uns, die wir schon seit unsrer Kindheit in der Kirche aufgewachsen sind, sehr leicht mit dem Glauben allmählich rückwärts gehen! Die Sicht wird schwächer und man sieht die Dinge nicht mehr so klar und deutlich, wie man es eigentlich sollte! Der Glaubensgrund wird unstabil, und man fängt langsam an nach zu geben! Die klare Lehre der Bibel wird einem zum Anstoß, besonders, wenn es sich um Irrlehren handelt, die man erkennen oder ansprechen soll! Das Schlimme dabei ist, dass man es leider, zuerst, gar nicht merkt! Alles scheint aus unserer Sicht doch so klar und logisch zu sein, aber trotzdem kann es schon der Anfang vom Abfall sein!

Wer schon einmal bei einem Optiker war, um eine Brille zu bekommen, sollte das, was hier gemeint ist, leicht begreifen können! Da sitzt man und guckt in diese große Brille hinein und muss, zwischen all dem ‚geklicke‘ sagen, was man deutlich sehen kann, und was nicht! Das dauert eine ganze Weile! Und dann, ganz zum Schluss, wenn man alles schön deutlich und scharf sieht, kommt auf einmal wieder ein Bild, das ziemlich verwischt und unklar ist! Dann heißt es, mit einem Lächeln des Optikers: „So siehst du zur Zeit ohne eine Brille, oder mit deiner alten Brille!“ Dann merkt man erst, wie sehr man sich an die langsam schwächer werdende Sicht gewöhnt hatte so, dass man immer noch der Meinung war, dass alles in Ordnung wäre!

Liebe Gemeinde, so ist es auch mit dem Glauben! Wer sich nicht regelmäßig von Jesus durch sein Wort und Sakrament die Sicht schärfen lässt, wird langsam blind! Oder, es kommt auch oft gar nicht erst zu einem reifen und „erwachsenen“ Glauben! Viele Christen bleiben nämlich bei ihrer Konfirmation stehen, und gehen von da aus dann im Glauben, unbewusst, langsam wieder rückwärts! Sie lassen es nicht zu weiterem Wachstum ihres Glaubens und ihrer Kenntnis in diesen Sachen kommen! Und dann wundern sie sich, wenn sie schließlich mit dem Leben nicht mehr zurechtkommen!

Möge Gott es deshalb geben, dass wir alle immer wieder genau prüfen, wo wir im Glauben stehen! Möge Gott uns auch helfen, damit wir unsre Glaubens-augen und unseren Blick, immer wieder von Jesus, dem Augenarzt der Seele, durch sein Wort und Sakrament schärfen lassen! Und mögen wir uns dann auch vorsehen, dass wir dem Teufel nicht irgendwelches Werkzeug in die Hand geben, mit dem er uns ganz vom Glauben und von unserer Erlösung abbringen kann! Das helfe uns Gott der Heilige Geist! Amen.

Wir beten: Herr, wir stehen vor dir und bekennen, dass wir uns so oft durch Eigensinnigkeit und mangelndem Durchblick, an dir und an einander versündigen! Wie leicht lassen wir uns in unserem Glauben stören, und hindern das Wachstum durch unsere eigene Leichtsinnigkeit! Herr, vergib uns, und schärfe uns den Blick für dich und deinen Willen! Das bitten wir im Namen Jesu! Und der Friede Gottes, der höher ist als alle Vernunft, bewahre unsre Herzen und Sinne in Christus Jesus zum ewigen Leben. Amen.


12. Sonntag nach Trinitatis (Die große Wende)

Wochenspruch
Das geknickte Rohr wird er nicht zerbrechen, und den glimmenden Docht wird er nicht auslöschen.

Jesaja 42, 3

Introitus – Nr. 53 (Jesaja 29, 18; Psalm 147, 1)

Epistel

Saulus schnaubte noch mit Drohen und Morden gegen die Jünger des Herrn und ging zum Hohenpriester und bat ihn um Briefe nach Damaskus an die Synagogen, damit er Anhänger des neuen Weges, Männer und Frauen, wenn er sie dort fände, gefesselt nach Jerusalem führe. Als er aber auf dem Wege war und in die Nähe von Damaskus kam, umleuchtete ihn plötzlich ein Licht vom Himmel; und er fiel auf die Erde und hörte eine Stimme, die sprach zu ihm: Saul, Saul, was verfolgst du mich? Er aber sprach: Herr, wer bist du? Der sprach: Ich bin Jesus, den du verfolgst. Steh auf und geh in die Stadt; da wird man dir sagen, was du tun sollst. Die Männer aber, die seine Gefährten waren, standen sprachlos da; denn sie hörten zwar die Stimme, aber sahen niemanden. Saulus aber richtete sich auf von der Erde; und als er seine Augen aufschlug, sah er nichts. Sie nahmen ihn aber bei der Hand und führten ihn nach Damaskus; und er konnte drei Tage nicht sehen und aß nicht und trank nicht. [Es war aber ein Jünger in Damaskus mit Namen Hananias; dem erschien der Herr und sprach: Hananias! Und er sprach: Hier bin ich, Herr. Der Herr sprach zu ihm: Steh auf und geh in die Straße, die die Gerade heißt, und frage in dem Haus des Judas nach einem Mann mit Namen Saulus von Tarsus. Denn siehe, er betet und hat in einer Erscheinung einen Mann gesehen mit Namen Hananias, der zu ihm hereinkam und die Hand auf ihn legte, damit er wieder sehend werde. Hananias aber antwortete: Herr, ich habe von vielen gehört über diesen Mann, wieviel Böses er deinen Heiligen in Jerusalem angetan hat, und hier hat er Vollmacht von den Hohenpriestern, alle gefangenzunehmen, die deinen Namen anrufen. Doch der Herr sprach zu ihm: Geh nur hin; denn dieser ist mein auserwähltes Werkzeug, dass er meinen Namen trage vor Heiden und vor Könige und vor das Volk Israel. Ich will ihm zeigen, wieviel er leiden muss um meines Namens willen. Und Hananias ging hin und kam in das Haus und legte die Hände auf ihn und sprach: Lieber Bruder Saul, der Herr hat mich gesandt, Jesus, der dir auf dem Wege hierher erschienen ist, dass du wieder sehend und mit dem Heiligen Geist erfüllt werdest. Und sogleich fiel es von seinen Augen wie Schuppen, und er wurde wieder sehend; und er stand auf, ließ sich taufen und nahm Speise zu sich und stärkte sich. Saulus blieb aber einige Tage bei den Jüngern in Damaskus. Und alsbald predigte er in den Synagogen von Jesus, dass dieser Gottes Sohn sei.]

Apostelgeschichte 9, 1 – 9 [10 – 20]

Hauptlied
Nun lob, mein Seel, den Herren 368

Evangelium

Als Jesus fortging aus dem Gebiet von Tyrus, kam er durch Sidon an das Galiläische Meer, mitten in das Gebiet der Zehn Städte. Und sie brachten zu ihm einen, der taub und stumm war, und baten ihn, dass er die Hand auf ihn lege. Und er nahm ihn aus der Menge beiseite und legte ihm die Finger in die Ohren und berührte seine Zunge mit Speichel und sah auf zum Himmel und seufzte und sprach zu ihm: Hefata! das heißt: Tu dich auf! Und sogleich taten sich seine Ohren auf, und die Fessel seiner Zunge löste sich, und er redete richtig. Und er gebot ihnen, sie sollten’s niemandem sagen. Je mehr er’s aber verbot, desto mehr breiteten sie es aus. Und sie wunderten sich über die Maßen und sprachen: Er hat alles wohl gemacht; die Tauben macht er hörend und die Sprachlosen redend.

Markus 7, 31 – 37