Predigt zum 01. Sonntag nach Trinitatis (Apostel und Propheten), den 14. Juni 2020 | Christusgemeinde Kirchdorf
Apg. 4,32-37 I.i.
32Die Menge der Gläubigen aber war ein Herz und eine Seele; auch nicht einer sagte von seinen Gütern, dass sie sein wären, sondern es war ihnen alles gemeinsam. 33Und mit großer Kraft bezeugten die Apostel die Auferstehung des Herrn Jesus, und große Gnade war bei ihnen allen. 34Es war auch keiner unter ihnen, der Mangel hatte; denn wer von ihnen Äcker oder Häuser besaß, verkaufte sie und brachte das Geld für das Verkaufte 35und legte es den Aposteln zu Füßen; und man gab einem jeden, was er nötig hatte.
36Josef aber, der von den Aposteln Barnabas genannt wurde – das heißt übersetzt: Sohn des Trostes –, ein Levit, aus Zypern gebürtig, 37der hatte einen Acker und verkaufte ihn und brachte das Geld und legte es den Aposteln zu Füßen.
Spitznamen bekommen Menschen aus verschiedenen Gründen. Spitznamen (Engl.: Nicknames) sind manchmal Abkürzungen: Johannes – John, Thomas – Tom, Miriam – Mimi. Oft hält ein Spitzname eine besondere Eigenschaft oder ein Ereignis fest. In und um Nordnatal gibt es Menschen, deren wirkliche Namen erst bei der Beerdigung bekannt werden. Bis dahin kennt jeder sie nur als z.B. Jakkals, Pinsel, Qhude, Penny, Dai oder Goink. Auch in der Bibel erhalten Menschen neue Namen. Gott selbst gibt neue Namen als Ausdruck einer neuen Identität. Aus Abram, dem „großen Vater“, wird Abraham, „Vater vieler Völker“; aus Jakob, dem „Betrüger“, Israel der „Gottesstreiter“; aus Simon, dem Fischer, Kephas, der „Anführer“ und Petrus, der „Fels“.
Im Gotteswort für heute gibt es auch einen mit Spitznamen. Josef, so kannten ihn seine Eltern. „Josef der Levit“ hieß er, oder „Josef von Zypern“. Aber nun bekommt er einen neuen Namen. Er heißt in der LÜ „Sohn des Trostes“. Wir würden übersetzen: „Josef der Tröster“ oder besser: „Josef der Mutmacher“. Das ist doch ein schöner Spitzname: Mutmacher. Warum heißt Josef so? Weil er ein leuchtendes Vorbild ist. Die Menge der Gläubigen aber war ein Herz und eine Seele; auch nicht einer sagte von seinen Gütern, dass sie sein wären, sondern es war ihnen alles gemeinsam. Das müssen wir richtig verstehen. Die ersten Christen waren keine Kommunisten. Es stimmt nicht, dass alle wirklich alles verkauften und wie barfüßige Bettelmönche in Armut hausten. Die Zahl der Christen wuchs schnell, zu Pfingsten waren es schon 3,000, die hatten keine Kirchen, aber sie trafen sich in Häusern – und dafür mussten viele auf Dauer Häuser besitzen. Das sehen wir auch konkret in Apg 12, wo Petrus durch einen Engel wunderbar aus einem verschlossenen Gefängnis befreit wird, und dann – ja, dann geht er zum Haus der Maria, der Mutter des Markus, wo die Gemeinde sich gerade versammelt. Noch Apg 12 hat Maria ein großes Haus! Wie ist unser Text denn zu verstehen? Es war auch keiner unter ihnen, der Mangel hatte; denn wer von ihnen Äcker oder Häuser besaß, verkaufte sie und brachte das Geld für das Verkaufte und legte es den Aposteln zu Füßen; und man gab einem jeden, was er nötig hatte. Das scheint ja fast ein Schlaraffenland gewesen zu sein! Dass das aber nicht stimmt, sehen wir aus der gleich darauffolgenden Geschichte von Ananias und Saphira, die die Kirche – und den Heiligen Geist – mit ihrer Spende betrügen und belügen. Nein, aus dem Urtext geht hervor, dass wohlhabende Christen, die Häuser oder Grundstücke besaßen, ab und zu eins davon verkauften, wenn sie von Mitchristen in Not wussten. Sie verkauften einen Teil ihres Eigentums und spendeten einen Teil von dem Geld oder auch alles, um für Notleidende zu sorgen. Die Apostel zuerst und später die Diakone wie Stephanus und Philippus waren dann dafür verantwortlich, mit diesen Spenden Christen zu helfen, die es schwer hatten. So! Gleichzeitig verdammte Gott selbst das großzügige Handeln von Christen, die sich selbst großtun und Aufmerksamkeit auf sich selbst ziehen wollten. Dazu hat ein guter Freund von mir auch einen Spitznamen erfunden: Kilo Victor Mike: Kyk Vir My. So nicht! Nein, es ging um das freie Opfern von Liebesgaben zur Ehre Gottes. Deswegen gab es keine Not, weil jeder Not, jedem Mangel zielgerichtet abgeholfen wurde, sodass jeder überleben konnte. Die Apostel nannten Josef „Mutmacher“, weil er als reicher Mann vorbildlich war, eine seiner Farmen verkaufte und das Geld spendete, damit Notleidenden geholfen wurde, dabei demütig, selbstlos blieb.
Das war der eine Grund. Und der andere: Der Mutmacher, der Barnabas, wird Apg 11 beschrieben als „ein bewährter Mann, voll heiligen Geistes und Glaubens“. Er wurde als Pastor ordiniert, war offensichtlich ein fröhlicher Mensch, machte Menschen Mut, an Jesus zu glauben, zog mit Paulus durch die Länder, um die Gnade Gottes in dem auferstandenen Jesus Christus zu verkündigen. Nun heißt es: Und mit großer Kraft bezeugten die Apostel die Auferstehung des Herrn Jesus, und große Gnade war bei ihnen allen. Und genau diese Gnade lebte der Mutmacher aus, sodass seine Mitchristen in Sorge und Not getröstet wurden, dass die Verzagten neuen Mut bekamen, dass die Hoffnungslosen und Traurigen und Schwermütigen und Arbeitslosen und Leidenden in Barnabas einen Mutmacher fanden, jemanden, der keine Angst hatte, zu ihnen zu kommen, jemanden, der seinen Arm um sie legte und mit ihnen weinte, jemanden, der sie aufrichtete, jemanden, der ihre Augen von Leid und Not und Tod auf den Heiland Jesus Christus richtete, auf den Auferstandenen, in dem sie Gottes Liebe, Vergebung der Sünde, Rettung von der Verderbnis, Grund zur Freude und zur lebendigen Hoffnung bekamen, in dem ihre Trauer und Schande und Schmach in der Taufe und in der Vergebung abgewaschen wurden, der tat, was er konnte, um mit seinen Mitteln ihrem leiblichen Mangel abzuhelfen, sodass auch sie fröhlich und zuversichtlich ihrer eigenen Auferstehung entgegenblicken konnten.
Solche Leute brauchen wir heute auch. Wir brauchen sie dringend. Wir leben in einer Zeit, die von Hochdruck und Stress und Überbelastung gekennzeichnet ist. Das Geld ist knapp, die Wirtschaft stottert, selbst Wohlhabende leiden, es gibt viel Schwermut und Traurigkeit, wir werden oft mit dem Druck nicht fertig, sondern nur davon fertiggemacht. Immer wieder gilt es, neue Lösungen in scheinbar aussichtslosen Lagen zu finden. Unsere Welt hilft uns dabei nicht. Bestimmte Bevölkerungsschichten erfahren weit weniger Hilfe als andere. Aber alle müssen wir brav und bieder Steuern zahlen, „Rates“ bezahlen, dafür zahlen, dass der Rasen am Straßenrand gemäht und Müll aufgehoben und Straßen repariert werden – ja, zahlen muss man, aber neben der Straße wird oft nicht gemäht, der Müll nur selten eingesammelt, die Schlaglöcher nicht repariert, die Straßen nicht gestrichen. Und das ist nur der Anfang. Wie viele Staatsbetriebe sind ineffizient, leisten wenig oder nichts! Da staut sich in der Gesellschaft Wut auf, Ärger, Zorn, man sucht nach Schuldigen. Und wenn dann einer sagt, was den Menschen nicht passt, oder sich unvorsichtig ausdrückt über „social media“, der wird sofort zur Zielscheibe, zum Opfer der aufgestauten Wut, man rastet aus und greift an und gibt dem anderen einen Denkzettel, „name and shame“, heißt es. Es ist wie Gift, das sich in uns Menschen aufstaut und auf Sündenböcke platzt. Wer so getroffen wird – ob unschuldig oder schuldig –, oder wer den Druck nicht aushalten kann, oder wer wirklich Not leidet, der wird oft dafür gedemütigt, der kriegt Namen, die nicht schön sind, der kann sich lange nicht blicken lassen, auf dem lasten Schande und Schmach; der Ruf ist damit hin, der Job oft auch. Auch wir erliegen in solchen Lagen der Versuchung, lieblos zu reden.
Ihr Lieben, wir brauchen einen Mutmacher. Einen, der unsere Not sieht und hilft. Einen, der nicht Angst hat, zu beschämten Menschen zu kommen, mit Schwermütigen zu leiden, einen Wohlhabenden, der bereit ist, für uns einzutreten und zu helfen und Trost zu spenden und Mut zu machen. Und solch einen haben wir. Er heißt Jesus – Gott rettet! – Christus – Gottes Gesalbter – er ist dein Heiland. Er ist dein großer Barnabas, dein Mutmacher. Er spendet nicht oberflächliche Hilfe, nicht nur leere Worte, sondern ihn bewegen dein Stress, dein Kummer, deine Schwermut, deine Not. Wohlhabend ist er. Er kann wirklich helfen. Und er tut es auch. Er hat offene Augen und offene Arme und offene Hände und ein offenes Herz. Er sieht das Gift und die Wut, die sich auch in dir aufstauen, die dich so bitter machen. Des Menschen Zorn nennt Gottes Wort ein Werk des Fleisches. Bekenne ihn doch. Gib deine Wut deinem Barnabas. Empfange dafür seinen Frieden und Hilfe. Er will bei dir jedem Mangel und jeder Not abhelfen, zu dir kommen und dich umarmen und dir helfen. Er will dein Mutmacher sein. Darum gibt er seinen Reichtum auf, alles, was er hat; dafür nimmt er deine Not und deine Sorgen und deine Angst und deine Sünde und deine Schmach und Schande auf sich – und trägt an das Kreuz, wird selbst zur Schmach und Schande, damit du frei werden darfst. Und dann, dann kommt er zu dir und bleibt bei dir als dein Barnabas, der dir die Auferstehung ins Ohr und ins Herz sagt, der dir die große Gnade Gottes gibt, der dir Vergebung und Hoffnung und Freiwerdung gibt. Und nun, da der Vater ihn zu Ehren gebracht hat, ihm allen Reichtum der Welt gegeben hat, teilt er ihn mit dir, um allem Mangel abzuhelfen.
Dazu, ihr Lieben, dazu ist die Kirche bis heute da. Um diese Hilfe anzubieten. Hilfe für die Seele. Hilfe für die Psyche. Hilfe für den Leib. Damit auch bei uns Mangel und Schande und Angst und Not abgeholfen wird. Dazu ist unsere Gemeinde da. Nicht, damit wir im Kommunismus oder Sozialismus leben, nicht, dass wir uns selbst groß tun mit unsern Gaben nach dem Namen Kilo Victor Mike: Kyk Vir My, sondern weil der große Mutmacher viele Hände braucht, um die Gaben, die er gibt, auszuteilen denen, die sie brauchen. Jesus, unser Barnabas, unser Mutmacher, lehrt uns, neu über unser Privateigentum nachzudenken. Ja, du darfst und sollst Privateigentum haben. Sonst würde das 7. Gebot gar keinen Sinn ergeben. Gott der Herr segnet und schützt Privateigentum. Aber er lehrt uns auch, dass unser Privateigentum nicht nur für uns da ist, sondern dass wir damit anderen helfen, wo wir Not und Mangel sehen. Jesus, unser Barnabas, unser Mutmacher, lehrt uns auch, neu über Not und Mangel nachzudenken. Der Not und der Mangel meiner Mitchristen sind nicht nur ihre Not und ihr Mangel, sondern unser aller, weil wir ein Leib sind, der Leib des Mutmachers. Er macht Mut, anderen zu helfen. Dann ist das wirklich schön, weil es nicht erzwungen ist, kein Kommunismus, sondern eine Gelegenheit, dem großen Mutmacher unsere Ohren und Hände und Zeit zur Verfügung zu stellen, damit hier bei uns Menschen Mut gemacht wird durch den Auferstandenen.
Einige Spitznamen sind schön, andere weniger. Dir gibt Gott der Herr eine neue Identität durch Taufe und Glauben, und damit einen schönen neuen Namen. Liebe Gemeinde, wie oft durfte ich das in den vergangenen Monaten von euch erleben, wie oft habt ihr mir nicht Mut gemacht durch Fürbitte und liebe Worte und Liebesgaben und liebe Unterstützung. Und nicht nur mir – wie oft durfte ich nicht schon sehen, wie ihr richtige Barnabas-Christen, Mutmacher wart, Zeit für die Gemeinde spendet, euch einsetzt, Arbeitskräfte spendet, dafür sorgt, dass Rasen gepflanzt und gemäht, Unkraut gejätet, Müll aufgehoben und sogar Straßen instandgehalten werden. Danke! Aber auch da draußen: Farmer und Geschäftsleute, die ihre Arbeiter auf eigene Kosten zum Arzt schicken. Geschäftseigentümer, die Hilfebedürftigen Arbeit und dadurch Ehre geben, sogar den Undankbaren helfen. Die sich bis spät in die Nacht dafür einsetzen, dass ihre Arbeitnehmer UIF (Arbeitslosengeld) bekommen, und wo kein UIF ausbezahlt wird, mit eigenen Mitteln Arbeiter versorgen. Ich sehe Christen, die ihren lebendigen Heiland liebhaben, die leise helfen, wo sie können, damit unter uns und darüber hinaus Mangel abgeholfen wird. Darum geht es. Unser Mutmacher macht es uns möglich, eine Mutmachergemeinde zu sein.
Ihr Lieben, unter uns gibt es vielleicht keinen Qhude, Dai oder Goink. Dafür aber so manchen Barnabas – Mutmacherinnen und Mutmacher. Dieser Name bleibt oft vielen verborgen und wird womöglich nicht einmal bei der Beerdigung bekannt. In der Auferstehung aber – ganz bestimmt. Amen.
Soli Deo Gloria
Pastor Dr. Karl Böhmer
Wochenspruch
Christus spricht: Wer euch hört, der hört mich; und wer euch verachtet, der verachtet mich. Lukas 10, 16
Introitus – Nr. 42 (Psalm 34, 23 u 2 u 5)
Epistel
Gott ist die Liebe; und wer in der Liebe bleibt, der bleibt in Gott und Gott in ihm. Darin ist die Liebe bei uns vollkommen, dass wir Zuversicht haben am Tag des Gerichts; denn wie er ist, so sind auch wir in dieser Welt. Furcht ist nicht in der Liebe, sondern die vollkommene Liebe treibt die Furcht aus; denn die Furcht rechnet mit Strafe. Wer sich aber fürchtet, der ist nicht vollkommen in der Liebe. Lasst uns lieben, denn er hat uns zuerst geliebt. Wenn jemand spricht: Ich liebe Gott, und hasst seinen Bruder, der ist ein Lügner. Denn wer seinen Bruder nicht liebt, den er sieht, wie kann er Gott lieben, den er nicht sieht? Und dies Gebot haben wir von ihm, dass, wer Gott liebt, dass der auch seinen Bruder liebe.
. Johannes 4, 16b – 21
Hauptlied
Nun bitten wir den Heiligen Geist 216
Evangelium
Jesus sprach: Es war ein reicher Mann, der kleidete sich in Purpur und kostbares Leinen und lebte alle Tage herrlich und in Freuden. Es war aber ein Armer mit Namen Lazarus, der lag vor seiner Tür voll von Geschwüren und begehrte, sich zu sättigen mit dem, was von des Reichen Tisch fiel; dazu kamen auch die Hunde und leckten seine Geschwüre. Es begab sich aber, dass der Arme starb, und er wurde von den Engeln getragen in Abrahams Schoß. Der Reiche aber starb auch und wurde begraben. Als er nun in der Hölle war, hob er seine Augen auf in seiner Qual und sah Abraham von ferne und Lazarus in seinem Schoß. Und er rief: Vater Abraham, erbarme dich meiner und sende Lazarus, damit er die Spitze seines Fingers ins Wasser tauche und mir die Zunge kühle; denn ich leide Pein in diesen Flammen. Abraham aber sprach: Gedenke, Sohn, dass du dein Gutes empfangen hast in deinem Leben, Lazarus dagegen hat Böses empfangen; nun wird er hier getröstet, und du wirst gepeinigt. Und überdies besteht zwischen uns und euch eine große Kluft, dass niemand, der von hier zu euch hinüber will, dorthin kommen kann und auch niemand von dort zu uns herüber. Da sprach er: So bitte ich dich, Vater, dass du ihn sendest in meines Vaters Haus; denn ich habe noch fünf Brüder, die soll er warnen, damit sie nicht auch kommen an diesen Ort der Qual. Abraham sprach: Sie haben Mose und die Propheten; die sollen sie hören. Er aber sprach: Nein, Vater Abraham, sondern wenn einer von den Toten zu ihnen ginge, so würden sie Buße tun. Er sprach zu ihm: Hören sie Mose und die Propheten nicht, so werden sie sich auch nicht überzeugen lassen, wenn jemand von den Toten auferstünde.
Lukas 16, 19 – 31
liturgische Farbe: grün
Festzeit: Trinitatiszeit
Wochenspruch: Lk 10,16
Wochenpsalm: Ps 34a
Eingangspsalm: Ps 19, Ps 36, Ps 67, Ps 84, Ps 113
Epistel: 1. Joh 4,16b-21
Evangelium: Lk 16,19-31
Predigttext: Joh 5,39-47
Wochenlied: 124
Erklärung zu den Perikopen:
Die biblischen Predigttexte sind aufgeteilt in die Perikopenreihen I bis VI. Jede Reihe gilt – beginnend mit dem 1. Advent – fortlaufend für ein ganzes Kirchenjahr (aktuelle Reihe = III). Die einzelnen Reihen haben verschiedene Schwerpunkte (Evangelien, Briefe usw.).
I(Evangelium): Lk 16,19-31
II: 1. Joh 4,16b-21
III: Joh 5,39-47
IV: Jer 23,16-29
V: Mt 9,35-38; 10,1 (2-4) 5-7
VI: 5. Mose 6,4-9